Sonntagsfahrer

Liebe Autofahrer-Gemeinde, Liebe Mitleser und Liebe Leidensgenossen,

Heutzutage Autofahren ist teuer. Nicht nur dass das Benzin immer teurer wird, auch unsere kostbaren Nerven werden jeden Tag aufs neue strapaziert. Ob es nun der Stadtverkehr ist, der zunehmend brutaler und rücksichtloser wird oder auf der Autobahn, wo das binäre Prinzip gilt: Vollgas (1) oder Vollbremsung (0). Ein entspanntes Reisen ist nicht mehr möglich.

Zu diesen alltäglichen Übeln gesellt sich das Sonntagsfahrer Phänomen. An eben diesen Sonntagen scheint sich die Anzahl von vollkommenen Fahranfängern, Geisteskranken und Michael Schumachers exponentiell mit der Umgebungstemepratur zu erhöhen. Und dies macht den Sonntag um keinen deut besser, auch wenn sich der Sonntag dadurch weniger Langweilig, dafür mit mehr Bluthochdruck gestaltet.

Als einfacher Polofahrer, der ich bin, habe ich den steinigen Weg als Kleinwagenfahrer gewählt. Ständig wird man ausgebremst, geschnitten und es wird einem die Vorfahrt genommen. All dies könnte man mit einem gelassenen Lächeln hinnehmen, werden Sie sich vielleicht denken. Doch ich rege mich dafür viel zu gerne auf. Tja, und warum dann diese Zeilen? Ich habe keine Ahnung, vielleicht liest dies da draussen jemand, der sich ebenso fühlt und hat dann das gute Gefühl nicht alleine zu sein. Denn das sind wir nicht, wir die Kleinwagenfahrer…

Als eben diese, stellen wir bestimmt einen großteil des heutigen Strassenverkehrs dar, neben den LKW Fahrern natürlich. Wäre die Strasse eine Demokratie hätten wir das Sagen, aber leider herrscht auf den Strassen Anarchie und in eben solcher herrscht das Recht des Stärkeren.

Und darum hier mein Aufruf: Kleinwagenfahrer aller Länder vereinigt euch, ihr habt nicht zu verlieren außer des Führerscheins. ;)

In Ermagelung eines guten Endes für den Artikel wird dieser abrupt hier enden.

In diesem Sinne,

-m

P.S.: Gerade ist mir ein guter Einfall für eine Kategorie für diesen Artikel und alle folgenden gekommen: Das Wort zum Sonntag. Von nun an werde ich versuchen jeden Sonntag ein besonderes Thema aus meinem Microkosmos zu behandeln…. Eine tolle Idee…. :)

Eine Antwort zu „Sonntagsfahrer“

  1. germanpsycho sagt:

    Tja, aus Sicht des Fahrers einer Mittelklasse sieht das wiederum anders aus. Da sind es nämlich die Kleinwagen, die einen ständig schneiden, indem sie mit 120km/h auf die linke Spur fahren, anscheinend, ohne in den Rückspiegel zu sehen.

    Aber diese Sichtweise ist ebenso falsch. Richtig ist: Kein einziger Fahrfehler passiert (zunächst) absichtlich, alle wollen das Gleiche: Möglichst schnell nach Hause kommen.

    Egal also, ob man sich in einem Kleinwagen bedrängt, in einem Mittelklassewagen genervt und in einem Oberklassewagen verabscheut fühlt, die einzig richtige Reaktion müsste sein: Erkennen, daß die anderen Verkehrsteilnehmer keine Feine sind. Sich selbst zur Ruhe und Gelassenheit konditionieren.

    Ich probiere das übrigens seit Jahren. Mit mäßigem Erfolg. Leider.

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