Verlogene Bagage

August 15, 2008

Es geht mir grade, gelinde gesagt, die Hundkrempe hoch. Was muss ich auf Spiegel-Online lesen? Klaus Picard, Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverband „erklärt“ uns den stetig steigenden Benzinpreis, trotz des fallenden Ölpreises. Spiegel Und so lügt sich dieser Herr folgende These zusammen:

Der Ölpreis in Dollar wäre zwar gesunken, aber der Euro wäre ja in der letzten Zeit auch schwächer geworden. Wodurch sich Preisverfall und Euro-Schwächung die Waage halten sollen.

Das alles hört sich ja plausibel an, und kann gerne als Grund genannt werden. Nur als der Ölpreis (in Dollar) stieg und der Euro zeitgleich ebenfalls jeden Tag stärker wurde, da wurde dies einfach totgeschwiegen, der Preisanstieg des Rohöls wurde kommentarlos an den Endverbraucher weitergegeben.

Aber in Deutschland ist es ja gang und gebe geworden, den Bürger selbst nach Strich und Faden hinters Licht zu führen. Politik, Industrie und auch die Ölkonzerne wollen ja nur unser Bestes, und zwar unser Geld.


Schönwetter Balkon Happening

August 6, 2008

Heute morgen erwachte ich und durch die Spalten des Rollos schienen kräftige Sonnenstrahlen. „Super, der Sommer ist mal wieder auf Stipvisite“, dachte ich mir und untypisch für mich, begann mein Tag mit einem Lächeln.

Das Murren und Jammern der Kollegen im Büro überhörte ich einfach oder kommentierte sie dahingehend, dass es mir lieber ist etwas im Büro zu schwitzen als einen Sommer mit Tagestemperaturen um die 17°C. Denn die Sonne vermag etwas bei mir zu bewirken, was noch nichtmals ein Woddy Allen Film vermag: Mich grundlos lächeln zu lassen.

Nun, der Arbeitstag verging und ich freute mich auf einen entspannten Abend auf dem Balkon. Laptop, Kippen und etwas zu trinken… und meine Ruhe, mehr sollte es nicht sein um einen perfekten Sommertag ausklingen zu lassen.

Beim betreten meiner Wohnung vermutete ich noch nichts böses. Ruhe, keine Menschenseele störte sie, bis auf mich natürlich. Dies änderte sich aber schlagartig als ich die Balkontür voller Vorfreude mit einem Schwung öffnete. Was mit dort entgegen plärrte war mehr als die sonst üblichen Rentnerpärchen auf den Balkonen in der Nachbarschaft, das Gesinde über mir hatte sich zum Grillabend zusammen gerottet. Mit Kind und Kegel und der ganzen Bagage. Und weiß Gott, sie haben scheinbar genügend Balger die lautstark ihr Recht versuchen durchzusetzen. Auch auf einem ca. 5qm großen Balkon.

Da mein Magen mir signalisierte es wäre Zeit für Nahrung, änderte ich meine Pläne, schloß die Balkontür wieder und begab mich erstmal in die Küche zwecks Nahrungszubereitung. Nach einer Schüssel Cornflakes war mein Hunger fürs erste gestillt und ich versuchte mich mittels TV ein wenig zu entspannen, und die ein oder andere Minute zu schlafen, bei geschlossenen Fenstern um den Lärm einfach aus meinen vier Wänden auszuschließen.

„Die Zeit arbeitet für dich“, dachte ich mir, „wenn die Kinder haben, werden die auch bestimmt früher gehen müssen…“. So ein Kind braucht ja irgendwie Schlaf und einen geregelten Tagesablauf. Ausserdem wird den kleinen Quälgeistern ja immer schnell langweilig und wenn sie Mama und Papa nur lange genug nerven, werden die schon verschwinden. Aber die Zeit war gegen mich.

Zwei Stunden vergingen, zwei anstrengende Stunden. Die Luft wurde zunehmend stickiger, und nach einer Stunde klebte bereits das T-Shirt nassgeschwitzt am Körper. Was ist eigentlich aus den Maximen der Erziehung geworden? Kein Wunder, dass ich die modernen „Familien“ heutzutage so sehr verachte. Anstatt der Wahrheit ins Gesicht zu blicken und einzusehen, dass das Leben vorbei ist und ab jetzt nur noch für die Kinder gelebt werden muss, wollen Eltern auf den Luxus des „Spass habens“ nicht verzichten. Und so brüllen sie alle munter in der Öffentlichkeit rum:“ Schakeliine, Kevin kommt ma bei mich bei. Die Mama will noch Party machen gehen!“. Tja, und so versammeln sie sich also auf den Balkonen dieser Nation um mir auf die Nerven zu gehen.

Aber warum sollte ich drinnen sitzen? iPod? Geladen! Laptop? Steckdose gibt es auch auf dem Balkon! Also nichts wie raus. Und die Ohrhörer rein, Musik laut und Laptop an.

Aber ich kann sie immernoch hören…. Also die Musik lauter, doch es nützt nichts… Als wenn ich ihre Gespräche fühlen könnte… Ich denke kurz an Mord, verwerfe den Gedanken aber direkt wieder. Schließlich sind Sie hier nicht auf dem Blog von GP gelandet, sondern auf meinem. Fast verzweifelt drücke ich die InEar-Plugs tiefer in meinen Gehörgang anscheinend in der Hoffnung doch einen zentralen Punkt innerhalb des Ohres zu treffen und einen massiven Höschaden davonzutragen.

Doch seien Sie unbesorgt lieber Leser, sowohl mir als auch den Familien über mir gehts noch gut. Das schreiben dieses Artikels hat mich ein wenig abgelenkt und es scheint auch ruhiger geworden zu sein. Entweder sind die Familien teilweise abgezogen oder aber Papa hat Kevin eine gepfeffert das die Wände wackelten. Was nun passiert ist weiß ich nicht, aber das Resultat zählt und nicht der Weg.

 

In diesem Sinne,

 -m


Sonntagsfahrer

August 3, 2008

Liebe Autofahrer-Gemeinde, Liebe Mitleser und Liebe Leidensgenossen,

Heutzutage Autofahren ist teuer. Nicht nur dass das Benzin immer teurer wird, auch unsere kostbaren Nerven werden jeden Tag aufs neue strapaziert. Ob es nun der Stadtverkehr ist, der zunehmend brutaler und rücksichtloser wird oder auf der Autobahn, wo das binäre Prinzip gilt: Vollgas (1) oder Vollbremsung (0). Ein entspanntes Reisen ist nicht mehr möglich.

Zu diesen alltäglichen Übeln gesellt sich das Sonntagsfahrer Phänomen. An eben diesen Sonntagen scheint sich die Anzahl von vollkommenen Fahranfängern, Geisteskranken und Michael Schumachers exponentiell mit der Umgebungstemepratur zu erhöhen. Und dies macht den Sonntag um keinen deut besser, auch wenn sich der Sonntag dadurch weniger Langweilig, dafür mit mehr Bluthochdruck gestaltet.

Als einfacher Polofahrer, der ich bin, habe ich den steinigen Weg als Kleinwagenfahrer gewählt. Ständig wird man ausgebremst, geschnitten und es wird einem die Vorfahrt genommen. All dies könnte man mit einem gelassenen Lächeln hinnehmen, werden Sie sich vielleicht denken. Doch ich rege mich dafür viel zu gerne auf. Tja, und warum dann diese Zeilen? Ich habe keine Ahnung, vielleicht liest dies da draussen jemand, der sich ebenso fühlt und hat dann das gute Gefühl nicht alleine zu sein. Denn das sind wir nicht, wir die Kleinwagenfahrer…

Als eben diese, stellen wir bestimmt einen großteil des heutigen Strassenverkehrs dar, neben den LKW Fahrern natürlich. Wäre die Strasse eine Demokratie hätten wir das Sagen, aber leider herrscht auf den Strassen Anarchie und in eben solcher herrscht das Recht des Stärkeren.

Und darum hier mein Aufruf: Kleinwagenfahrer aller Länder vereinigt euch, ihr habt nicht zu verlieren außer des Führerscheins. ;)

In Ermagelung eines guten Endes für den Artikel wird dieser abrupt hier enden.

In diesem Sinne,

-m

P.S.: Gerade ist mir ein guter Einfall für eine Kategorie für diesen Artikel und alle folgenden gekommen: Das Wort zum Sonntag. Von nun an werde ich versuchen jeden Sonntag ein besonderes Thema aus meinem Microkosmos zu behandeln…. Eine tolle Idee…. :)


Tag Null

August 1, 2008

Die ersten Schritte sind immer die Schwersten. Zumindest sag ich mir das immer. Und so wirds wohl auch hier sein. Ersteinmal seinen Stil finden, seinen Schreibrythmus. Ich denke, dies wird die größte Herrausforderung sein in der ersten Zeit.

Das Weltgeschehen zu kommentieren und auch für mich selbst eine Art öffentliches Tagebuch zu führen. Dies sind die Ziele die ich mir für diesen Blog gesteckt habe. Einer unter vielen zu sein, oder doch hervorzustechen? Das steht noch in den Sternen, aber einfach seine Gedanken zu Papier… entschuldigung… „zu blog“ zu bringen, steht für mich im Vordergrund. Wenn es Ihnen gefällt, freue ich mich über Kommentare. Aber auch wenn Sie konstruktive Kritik anzubringen haben, werden Sie bei mir nicht auf taube Ohren stoßen.

In diesem Sinne freue ich mich schon auf die „verbloggten“ Stunden in Zukunft.

-m